Baumwolle

 

Herstellung

Baumwolle ist ein Produkt der Baumwoll-Pflanze und somit keine „echte“ Wolle. Derzeit stammt ein Großteil der produzierten Baumwolle für den Textilbedarf aus konventioneller Landwirtschaft. Hierbei werden enorme Mengen an giftigen Chemikalien eingesetzt, die erhebliche Umwelt- und Gesundheitsschäden anrichten. Viele Bauern tragen keine oder eine unzureichende Schutzausrüstung und kommen täglich mit den Giften in Kontakt. Laut WWF wird für ein T-Shirt aus Baumwolle etwa das 2-4-fache Gewicht an Chemikalien eingesetzt. Viele Schadstoffe versickern ins Grundwasser und gelangen somit in den Kreislauf von Mensch und Tier.

Konventionelle Baumwollfelder werden meist in Monokulturen angebaut und künstlich bewässert.

Zusätzlich wirkt sich der hohe Wasserverbrauch bei der Baumwoll-Produktion negativ auf das Umfeld der Baumwollfelder aus. Um ein Kilogramm Baumwolle herzustellen, werden im weltweiten Schnitt etwa 11.000 Liter Wasser verbraucht. In Ländern wie Indien, die ohnehin unter Trockenheit leiden, sind es sogar bis zu 25.000 l/kg. Die Konsequenz des intensiven Baumwollanbaus sind ausgetrocknete Seen und unfruchtbare Salzwüsten, wie bspw. am Aralsee – einst viertgrößter See der Welt.

Entwicklung des Aralsees zu einer Wüste mit giftigen Chemikalien

Entwicklung des Aralsees zu einer Wüste mit giftigen Chemikalien (Quelle: NASA)

Ursprünglich stammt die Baumwollpflanze aus den regenreichen und warmen Tropen Asiens, Afrikas und Lateinamerikas. Heute wird Baumwolle in über 70 Ländern auf allen sechs Kontinenten der Welt produziert. Hauptproduzenten sind China und Indien mit einem Erntevolumen von jeweils über 6 Mio. Tonnen Baumwolle pro Jahr, gefolgt von den USA mit etwa 3 Mio. Tonnen pro Jahr. Eigentlich ist die Baumwolle eine mehrjährige Pflanze. Doch um möglichst hohe Erträge zu erzielen, wird sie heute meistens einjährig kultiviert. Obwohl die Baumwolle ursprünglich aus den warmen und feuchten Tropen stammt, wird sie heute hauptsächlich in Trockengebieten angebaut und künstlich bewässert. Denn für die Baumwollernte ist Regen äußerst ungünstig. Die watteähnlichen Knospen würden sich mit Wasser vollsaugen und verfaulen. Leider fördert das warme Klima und die feuchten Böden aber auch Krankheiten und Schädlinge, wie zum Beispiel Weiße Fliegen, Kapselraupen und Blattläuse. Zur Bekämpfung werden große Mengen Pestizide eingesetzt. Nach der Ernte werden die Felder meist direkt neu bestellt, um möglichst viel Ertrag zu erwirtschaften. Das Problem: Der Boden kann nicht regenerieren und muss mit Kunstdünger wieder fruchtbar gemacht werden. Weitere Chemie kommt bei der maschinellen Ernte zum Einsatz. Mit Entlaubungsmittel werden die Pflanzen von Blättern befreit und die Kapseln anschließend geerntet.

 

Anbau und Bio Baumwoll Feld | geringerer Wasserverbrauch | umweltfreundlich | obumi

 

Doch es geht auch anders!

Baumwolle kann auch ökologisch angebaut werden und kommt ganz ohne Chemikalien aus. Bei Bio-Baumwolle liegt der Fokus auf Qualität und Umweltverträglichkeit in der gesamten Wertschöpfungskette. Für die obumi-Produkte wird ausschließlich GOTS-zertifizierte Bio-Baumwolle verwendet, die im Einklang mit der Natur und unter fairen Arbeitsbedingungen hergestellt wird.

Ökologische Baumwolle wird ganz ohne Chemikalien angebaut – gut für Mensch & Umwelt.

Anders als bei konventioneller Baumwolle wird bei Bio-Baumwolle auf die wechselnde Fruchtfolge auf den Feldern geachtet, um langfristig die Bodenfruchtbarkeit zu erhalten. Bei Bedarf kommt zusätzlich Humus oder Jauche als natürlicher Dünger zum Einsatz. Das Bio-Saatgut ist frei von Gentechnik und besonders robust. Auch die Ernte unterscheidet sich grundlegend, denn Bio-Baumwolle wird von Hand gepflückt und ist somit besonders rein. Das GOTS-Zertifikat legt zudem fest, dass Knöpfe und Accessoires nur aus Naturstoffen oder recyceltem Kunststoff bestehen dürfen.

Bislang beträgt der Anteil an Bio-Baumwolle lediglich 1% - wir sind überzeugt: Da geht noch mehr! Setze mit dem Kauf der obumi-Produkte ein Zeichen für verantwortungsvolle Landwirtschaft und genieße das angenehme Baumwoll-Material.

 

 

Eigenschaften

Baumwolle zeichnet sich durch seine hohe Reißfestigkeit und Saugfähigkeit aus. Dazu ist das pflanzliche Material hitzebeständig, dehnfähig und hautfreundlich. Auch Allergiker kommen oftmals mit Baumwolle gut zurecht und schätzen den hohen Tragekomfort. Natürlicherweise ist Baumwolle biologisch abbaubar und kann in den Kreislauf zurückgeführt werden. Schon die Inder und alten Ägypter schätzten die positiven Eigenschaften des Materials. Es findet Verwendung bei der Herstellung von T-Shirts, Jeans, Unterwäsche, Bettwäsche und auch einigen unserer obumi-Produkte.

 

Pflege

Prinzipiell ist Baumwoll-Stoff sehr robust und kann ungefärbt bei bis zu 90°C im Normalwaschgang der Waschmaschine gewaschen werden. Farbige Kleidungsstücke wie Jeans, Shirts oder Stirnbänder sollten allerdings nicht heißer als 40°C gewaschen werden, um die Farbe zu erhalten. Bei geringer Verschmutzung reichen oftmals auch schon 30°C aus. Allein die Reduktion um 10°C spart bis zu 40% Energie. Auf die Nutzung eines Trockners sollte verzichtet werden, da Einlaufgefahr besteht. Kleidungsstücke aus Baumwolle können aber bei niedriger Temperatur im feuchten Zustand gebügelt werden.

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