Warum ist Bio Baumwolle besser?

Warum ist Bio Baumwolle besser?

Es gibt viele wichtige Faktoren, die beim Kauf von Rohstoffen berücksichtigt werden müssen. Dazu zählt für mich neben dem Design und der Farbe auch eine natürliche sowie regionale Herstellung. In diesem Artikel erfährst du, warum Bio-Baumwolle der konventionellen Baumwolle in vielerlei Hinsicht überlegen ist.
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Die Baumwolle, die wir kennen und lieben, ist ursprünglich eine ganz normale Pflanze. Sie wurde jedoch durch den unermüdlichen Versuch, Erträge zu maximieren, zur schmutzigsten aller Ackerpflanzen. Rund 100 Millionen Haushalte verdienen ihren Lebensunterhalt mit der Baumwolle und die Nachfrage nimmt stetig zu. Es gibt jedoch auch einen kleinen Prozentsatz an Baumwolle, die Hoffnung spendet! Etwa 1 % der weltweit angebauten Baumwolle ist aus kontrolliert biologischem Anbau. Diese Bio-Baumwolle ist deutlich nachhaltiger als herkömmlich angebaute Baumwolle. Für den Menschen und die Umwelt – Warum ist Bio-Baumwolle besser? 

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Was ist Bio-Baumwolle?

 

Bio-Baumwolle ist eine nachhaltige und umweltfreundlichere Alternative zu herkömmlicher Baumwolle.

Bio-Baumwolle ist Baumwolle, die ohne den Einsatz von Schadstoffen angebaut wird. Dies bedeutet, dass während der gesamten Produktionskette – vom Anbau der Pflanze bis zur Herstellung des fertigen Gewebes – ausschließlich natürliche Produkte und Verfahren zum Einsatz kommen. Bio Baumwolle wird ohne den Einsatz von Pestiziden oder Herbiziden angebaut und ist somit frei von schädlichen Chemikalien.

Die Vorteile von Bio-Baumwolle liegen auf der Hand: Sie ist nicht nur umweltfreundlich, sondern auch hypoallergen und daher besonders für Menschen mit empfindlicher Haut geeignet. Ebenso ist sie extrem robust und langlebig, was bedeutet, dass Sie länger Freude an Ihren Bio-Baumwollprodukten haben werden.

Sie wird ohne den Einsatz von chemischen Düngemitteln oder Pestiziden angebaut und ist daher umweltfreundlicher. Bio-Baumwolle ist auch für die Bauern, die sie anbauen, besser. Da sie keine schädlichen Chemikalien einsetzen müssen, ist ihre Gesundheit nicht gefährdet.

 

Die Herkunft und der Anbau von Baumwolle?

 

Es ist unklar, wann oder wo der Mensch die Baumwolle entdeckt hat. Wahrscheinlich geschah dies an unterschiedlichen Orten, völlig unabhängig voneinander. Die ältesten Beweise für die Nutzung von Baumwolle reichen bis in das 6. Jahrtausend vor Christus zurück und stammen aus dem Indus-Tal im heutigen Indien. In mexikanischen Höhlen wurden Stoffe gefunden, deren Fasern auf ein Alter von sieben Jahrtausenden datiert werden.

Die Baumwolle ist ein Malvengewächs, das permanente Sonne und Wärme benötigt, um gut zu wachsen. Sie ist eine der beliebtesten Naturfasern und wird auf der ganzen Welt angebaut.

China, die USA, Indien und Pakistan sind die größten Produzentenländer von Baumwolle, aber sie wächst auch "regionaler“ in Griechenland, Ägypten und der Türkei.

In Gebieten, in denen die Temperaturen durchgehend bei ungefähr 30 Grad Celsius liegen, kann die Pflanze im Freien angebaut werden.

 

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Nachdem sich zartgelbe Blüten entwickelt haben, bilden sich auf dem Stock grüne Kapseln. Diese öffnen sich etwa zwei Monate später und geben die weiße Baumwollfaser frei.


Warum ist Bio Baumwolle besser für die Umwelt?

 

Baumwolle ist eines der am meisten angebauten und verwendeten Naturfasern auf der Welt. Mehr als 25 Millionen Tonnen werden jedes Jahr angebaut - das entspricht ungefähr einem Viertel der weltweiten Faserproduktion.

Die meiste Baumwolle wird für Kleidung verwendet, aber auch andere Produkte wie Handtücher, Bettwäsche, Vorhänge und Polsterstoffe bestehen häufig zu einem großen Teil aus Baumwolle.

Baumwolle ist eine sehr robuste Faser und kann viele Male gewaschen und getragen werden, bevor sie ersetzt werden muss.

Allerdings hat die Produktion von Baumwolle einen erheblichen Einfluss auf die Umwelt. Nicht nur, dass für die Herstellung von Baumwolle enorme Mengen an Wasser benötigt werden, es werden auch viele Pestizide und Herbizide eingesetzt, die in den Böden und Gewässern landen und schädliche Auswirkungen auf die Umwelt haben können.

 

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Bio-Baumwolle hingegen ist Baumwolle, die ohne den Einsatz von chemischen Düngemitteln oder Pestiziden angebaut wird. Stattdessen setzen Bio-Bauern auf natürliche Methoden wie Kompostierung oder den Anbau anderer Pflanzen zur Bekämpfung von Schädlingen.

Auch bei der Herstellung von Bio-Baumwolle wird wesentlich weniger Wasser verbraucht als bei konventioneller Baumwolle. 

Insgesamt ist die Produktion von Bio-Baumwolle also deutlich umweltschonender als die Produktion von konventioneller Baumwolle. Überdies ist sie auch noch besser für die Gesundheit, da sie nicht mit schädlichen Chemikalien in Berührung kommt.

 

Warum ist Bio Baumwolle besser für uns Menschen?

 

Pestizide und Dünger sind nicht nur schädlich für den Boden, das Wasser und die Pflanzen, sondern auch für Menschen.

Knapp 1/5 der weltweit ausgebrachten synthetischen Insektenschutzmittel landet allein schon auf Baumwollfeldern - obwohl diese nur ca. 2,5 % der globalen Agrarflächen belegen.

Hinzu kommen synthetische Dünger und Unkrautvernichter, die den Boden belasten und das Grundwasser verunreinigen. Die Weltgesundheitsorganisation geht davon aus, dass jährlich 20.000 Menschen im Baumwollanbau an Pestizid-Vergiftungen sterben und etwa weitere 500.000 Vergiftungsfälle mit schwerwiegenden Folgen auftreten.

Oft sind mangelhafte Kennzeichnung von Chemikalien, fehlendes Problembewusstsein der Farmer oder Analphabetismus Gründe dafür, dass Gifte falsch eingesetzt werden - oft ohne Schutzausrüstung.

Der Einsatz synthetischer Pestizide und Dünger ist im Öko-Anbau verboten. Stattdessen werden natürliche Mittel wie Humus und Pflanzenjauchen eingesetzt, die weder Boden noch Grundwasser belasten.

Oder mechanische Methoden: Unkraut hacken oder Schädlinge einsammeln. Das reduziert nicht nur die Umweltbelastung, sondern schont auch die Gesundheit der Farmer.

 

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Warum ist Bio Baumwolle teurer?

 

Für den Menschen und die Umwelt ist Bio-Baumwolle in vielerlei Hinsicht besser.

Die Kosten für den Anbau sind zum Teil deutlich höher, weil Bio-Farmer weniger Fläche pro Hektar nutzen können. Sie müssen also mehr Land kaufen oder pachten, um die gleiche Menge an Baumwolle zu erzeugen.

Zudem müssen sie auf die Verwendung von Pestiziden und Kunstdünger verzichten, was den Ertrag pro Hektar reduziert. Aber auch der Transport und die Verarbeitung von Bio-Baumwolle sind oft aufwendiger und kostenintensiver.

All diese Faktoren tragen dazu bei, dass Bio-Baumwolle oft teurer ist als herkömmliche Baumwolle.

 

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7 Fakten, warum du beim Kauf auf Bio Baumwolle achten solltest: 

 

  1. Die Herstellung von Bio-Baumwolle ist umweltfreundlicher und gesünder für dich und deine Haut.
  2. Sie ist ressourcenschonend, da es bis zu 70 % weniger Wasser als konventionelle Baumwolle benötigt.
  3. Bio Baumwolle verzichtet auf chemische Düngemittel und Pestizide. Daher ist die Produktion von Bio-Baumwolle besser für die Umwelt und für die Gesundheit der Arbeiter.
  4. Sie ist weicher und angenehmer zu tragen als konventionelle Baumwolle.
  5. Bio Baumwolle ist 100 % natürlich und biologisch abbaubar.
  6. Sie ist hochwertiger und langlebiger als herkömmliche Baumwolle.
  7. Der Kauf von Bio Mode unterstützt die Umstellung auf eine nachhaltige Landwirtschaft.

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